Mittwoch, 21. November 2007

Musiktipp 3











Ihr mögt härteren progressive Metal wie Opeth, Death oder Disillusion ? Dann sollte ihr mal die amerikanische Band Gwynbleidd euch anhören. Sie kommen aus New York und verbinden wie Opeth ruhigere Passagen mit sehr brutalen und doppel Base lastigen Teilen, natürlich kommen hierbei auch Death Metal Growls zum Einsatz. Auf www.last.fm könnt ihr euch die komplette erste EP der Jungs kostenlos im Stream anhören und euch sogar das erste Lied runterladen. Die offiziele Website der Jungs lautet gwynbleidd.com

natürlich gibt es hier noch ein lied zum probehören

GwynbleiddThe Awakening

ich wünsch viel spaß damit
euer Malte J.


Mittwoch, 17. Oktober 2007

KING CRIMSON - 21st Century Schizoid Man

King Crimson - In Court Of The Crimson King

Band: King Crimson

Album: In the Court of the Crimson King


Genre: progressive rock

Vö-Jahr: 1969


Tracklist:

1.: 21st Century Schizoid Man

2.: I Talk to the Wind

3.: Epitaph (Including 'march for No Reason' and 'tomorrow and Tomorrow')

4.: Moonchild (Including 'the Dream' and 'the Illusion')

5.: The Court of the Crimson King (Including 'the Return of the Fire Witch' and 'the Dance of the Puppet


Mitglieder:

Robert Fripp - Gitarre


Greg Lake – Bass, Gesang


Ian McDonald - Holzblasinstrumente, Vibraphon, Keyboard, Gesang


Michael Giles – Schlagzeug, Percussion, Gesang


Peter Sinfield - Words and Illumination


Schrägheit, Experimentierfreude, handwerkliche Perfektion, Mut, lyrische, längere Stücke-
all das hat das macht das Genre des Progressive Rock noch bis heute aus.
Nur man fragt sich, wie und wann das angefangen hat.
Nun, all das ist...........aus dem Nichts entstanden, als sich eine Gruppe von Musikern einfach so zusammensetzte, die vorher noch nichs wirklich nennbares fertiggebracht hatten,und

IN THE COURT OF THE CRIMSON KING

im Jahre 1969 aufnahmen, das später noch Gruppen wie Yes, Jethro Tull und Genesis sehr stark beeinflussen sollte.
Nur, was ist es, dass diesen Einfluss ausmacht, was ist es, dass dieses Album so speziell, so aussergewöhnlich macht, und was vor allem verschafft dieser LP diese extreme Vorreiterstellung?

Sehen wir uns doch zuerst einmal das

COVER

an. Am besten wirkt das natürlich bei der Vinylhülle, die ich hier auch vor mir liegen habe- beim CD Cover wirkt das weit weniger eindrucksvoll.
Hier sehen wir im fast expressionistischen Darstellungsmodus ein Gesichtm verzerrt im Ausdruck, verzerrt in seiner Haltung.....
deutlich erkennbare Pinselstriche und satte Gefühlsfarben sorgen für den Eindruck eines expressionistischen Werks wie Edward Munchs ,,der Schrei", nicht aber für den Eindruck eines Plattencovers.
Auch die innenseite ist ähnlich seltsam, ähnlich künstlerisch, bunte Kugeln, ein Mann mit einem riesigen Kopf..........

Hier wird intelektueller Anspruch deutlich, ohne jedoch ins absurde, lächerliche, klischeehafte zu verfallen.

Eine derartige Gestaltung der Tonträgerhülle ist bis heute einmalig, und ich wage einfach mal zu behaupten, dass auch dies einen Teil der Faszination von IN THE COURT OF THE CRIMSON KING ausmacht.

Doch natürlich ist die Musik ja eigentlich viel wichtiger.......
Das Ganze beginnt mit leisen, schwer definierbaren Geräuschen, bis dann

21st Century Schizoid Man including Mirrors 7:20

richtig anfängt!!!!!! Ein heftiges,verzerrtes Riffing, hart, laut, schleppend, agressiv, wird begleitet von einer ebenso verzerrten Stimme, agressiv, fordernd, treibend, peitschend.
Man selber als Hörer wird aktiv Teil des Prozesses, man kann einfach nicht nur passiv da sitzen und der Musik lauschen, man wird dazu aufgefordert, sich aktiv damit auseinanderzusetzen, man wird erfasst, ergriffen, ob positiv oder negativ, sei jedem einmal selbst überlassen, nur das man erfasst wird steht wohl fest.
DIE TOTALE AKTIVE MUSIK!
Nie zuvor ist es gelungen, eine derart simple Idee derart komplex, vielschichtig und vielseitig darzustellen, einfach der Wahnsinn...........
Ein paar unkenvtionell angebrachte Saxophon/Gitarrensoli machen das Erlebnis vollkommen, perfekt, einzigartig.

Der nächste Titel dagegen........eine Kontrast, eine Entspannung sozusagen.......

I Talk To The Wind 6:05

Ist eine fast ruhige, gemäßigte Ballade............der Gesang ist unverzerrter, harmonischer, liebliche, ja fast zerbrechlich anmutende Flöten unterstützen das harmonische Bild..........eine gewisse Raumatmosphäre stellt sich hier ein, doch verglichen mit dem Opener wird dieses Liedlein wie ein belangloser, konventioneller Durchhänger, was man von

Epitaph including March For No Reason and Tomorrow And Tomorrow 8:47

zum Glück nicht behaupten kann. Auch hierbei handelt es sich zwar um eine Ballade im weitesten Sinne, doch ist diese weit weniger konventionell, weit weniger vorhersehbar, weit weniger lieblich und nett als ,,I Talk To The Wind".
Vielmehr geht es hier ähnlich düster wie im Opener zu, auch wenn dieser Eindruck mit gänzlich anderen musikalischen und lyrischen Mitteln erreicht wird.
Hier ist es eine düstere, erhabene Atmosphäre, erreicht durch Percussionsinstrumente und das berüchtigte Mellotron sowie eine sehr fein definierte, einnehmende Gesangstechnik. Dies ist in dieser Form wieder einmalig. Die Atmosphäre ist hier was zählt, und genau das lässt sich eben nicht beschreiben, ausser mit Worten wie düster oder melancolisch, die dem wahren Höreindruck aber einfach nicht gerecht werden können.

Moonchild including The Dream and The Illusion 12:11

Der Beginn lässt auf eine weitere, belanglose Popballade schliessen.......doch, dies täuscht, denn später erleben wir spontan improvisierte Musik, die weit weg vom allen sonstigen Bekannten ist............Bilder entstehen dabei im Kopf des Hörers, ähnlich wie bei Entspannungsmusik, vorrausgesetzt, man lässt sich darauf ein.
Es ist sicher nichts, um nebenbei bedudelt zu werden,wohl aber, um mit verschlossenen Augen neue Welten zu erfahren.

The Court Of The Crimson King including The Return Of The Fire Witch and The Dance Of The Puppets 9:22

....Ein Klassiker, bereits von Saxon gecovert! Hymnisch, episch, breit, mit vollem Mellotroneinsatz und allgemein üppiger Instrumentierung und unglaublichen Chören kommt dieser lange Epos daher, unendlich erhabend wie auf einer Wolke schwebend...................Eine Kombination aus allen Elementen dieses Albums, zusammengesetzt mit dem hymnischen, bildet den Höhepunkt der LP........aus musikalischer wie lyrischer Sicht.
Deshalb möchte ich hier einmal, stellvertrend für die Lyriks der gesamten LP, den Text dieses Titelstücks vorstellen, damit man ungefähr eine Ahnung hat, in welch lyrisch-tiefgreifenden Dimensionen die Musik von King Crimson hier gelangt.

The dance of the puppets
The rusted chains of prison moons
Are shattered by the sun.
I walk a road, horizons change
The tournament's begun.
The purple piper plays his tune,
The choir softly sing;
Three lullabies in an ancient tongue,
For the court of the crimson king.

The keeper of the city keys
Put shutters on the dreams.
I wait outside the pilgrim's door
With insufficient schemes.
The black queen chants
The funeral march,
The cracked brass bells will ring;
To summon back the fire witch
To the court of the crimson king.

The gardener plants an evergreen
Whilst trampling on a flower.
I chase the wind of a prism ship
To taste the sweet and sour.
The pattern juggler lifts his hand;
The orchestra begin.
As slowly turns the grinding wheel
In the court of the crimson king.

On soft gray mornings widows cry
The wise men share a joke;
I run to grasp divining signs
To satisfy the hoax.
The yellow jester does not play
But gentle pulls the strings
And smiles as the puppets dance
In the court of the crimson king.

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FAZIT:

Einmalig.
Dieses Niveau wurde voin King Crimson selber nachher auch nur schwer erreicht, diese unverkrampftheit in Kompisition und Ausführung findet man selten.
Dazu eine unglaubliche Innovationskraft und tiefgreifende Lyrik, gepaart mit einer Musik, die ihrer Zeit vorraus war und auch jetzt noch weit voraus ist!

Wer sich von Musik bedudeln lassen will, der soll bitte auch hiervon die Finger lassen...........
Es ist Musik, um sich darauf einzulassen und um neue Welten zu entdecken.
Und deshalb empfehle ich auch die Zulegung dieses Albums als Vinyl, denn die geremasterte CD Version lässt viel Wärme und Natürlichkeit verschwinden.

IN DIESEM SINNE

.....viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren.

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ANMERKUNG:

Die Bewertung der Klangqualität ist in Relation zum Erscheinungsdatum zu sehen.

10/10 Punkte

Erstveröffentlichung der Review bei:

http://musik.ciao.de/In_the_Court_of_Crimson_King_King_Crimson__Test_2946782

Review von Elektrolurch

Dominik Müller - Sturmweh

Künstler: Dominik Müller

Album: Sturmweh


Genre: Retro Prog


Erscheinungsjahr: 2006


Musiker: Dominik Müller

Tracklist:

1.) Sturmweh

Bereits seit 2003 brachte der junge deutsche Künstler Dominik Müller im zarten Alter von 15 Jahren sein erstes Album namens Vagabond's View heraus. Und darauf war - wie auch heute - bereits Progressive Rock zu hören. Damals hatte er noch einige Ecken und kannten, vor allen Dingen, was den Gesang betraf. Das kann man von seinem neuesten Werk Sturmweh nicht mehr sagen.

Einige kristisieren auf Dominiks neuestem Output zwar immer noch den Gesang, der angeblich zu kraftlos sei, ich persönlich finde ihn aber gut, wenn auch nicht hervorragend. Er passt einfach zur Musik, doch dazu später.

2004 erschien das Album Levellym, das bereits deutlich glatter rüberkam, als seine Vorgänger-Platte und das nun nicht mehr englische, sondern Deutsche Titel enthielt.

Diese ließen schon damals mit Titeln wie Morgentau oder Erster Traum einen Bezug zur deutschen Romantik (etwa 1795-1848) vermuten, allerdings beinhalteten sie ausschließlich instrumentale Passagen ohne Gesang.

Sturmweh ist nicht mehr rein instrumental gestaltet und liefert romantische Textpassagen, wie zum Beispiel:

Entzünde die Laterne

Die Nächte werden lang

Und draußen in der Ferne

Hörst du den Windgesang

Das Licht wirft schwarze Schatten

In kalte Dunkelheit

Und alles was wir hatten

Weicht bald der Ewigkeit

Mir persönlich gefällt das natürlich ziemlich gut, bin ich doch ein begeisterter Fan der Romantik.

Musikalisch gesehen ist Sturmweh, das aus einem mehr als 17-minütigen epischen Titel besteht, meiner Meinung nach das Beste, das Dominik bisher veröffentlicht hat.

Das Stück startet mit Windgeheul (was würde besser zu einem Titel namens Sturmweh passen) und gleich darauf folgt auch schon ein Klavier mit dezent eingesetztem, klagendem Gesang. Der nächste Teil erinnert einen - wie sehr viele andere Parts des Stückes - irgendwie an die Band Genesis. Da gibt es ungerade Takte, den Gebrauch eines Synthesizers und einer Orgel, Brüche, einen schmetternden Bass und eine Gitarrenuntermalung, die auch vom Altmeister und Genesis-Gitarristen Steve Hackett stammen könnte.

Der nun einsetzende Gesang wird zunächst lediglich von einem Klavier unterstützt, wodurch er besonders hervorgehoben wird, bald stoßen aber auch wieder andere Instrumente wie Bassgitarre, Gitarre und Schlagzeug hinzu. Ein bisschen erinnert mich das Ganze auch an Yes-Keyboarder Rick Wakeman. Aber Dominiks Spiel hat auch irgendwie etwas von Tony Banks' (Genesis) ekzentrischen Klangteppichen.

Es folgen ungerade Takte, wieder ein dezenter Einsatz des Klaviers, ein 6/4-Takt, der an Genesis' Apocalypse in 9/8 aus dem Titel Supper's Ready angelehnt zu sein scheint (zumindest ist das Feeling, das er erzeugt, das Gleiche), die ganze Aufregung die im 6/4-Part erzeugt wurde, wird kurz durch einen ruhigen Part unterbrochen, in der wieder Dominiks klagender Gesang zu vernehmen ist.

Mit den Worten

Geh nicht mehr zurück

Der Sturm der Welt beginnt

wird das Stück plötzlich extrem rockig und hektisch, ja, dieser Part mag einem durchaus einen Sturm suggerieren.

Natürlich steuert so ein Sturm auch seinem Ende entgegen. Es wird wieder ruhig, wieder spielt eine Gitarre, die auch Steve Hacketts emsigen Fingern entstammen könnte, es wird wieder schneller, anschließend wird der Zuhörer mit dem Satz

Die Welt scheint dich zu meinen

Man ruft dich, es wird Zeit

konfrontiert. Was er zu bedeuten hat, vermag ich hier nicht zu sagen, mir erscheint er in diesem Zusammenhang etwas sinnfrei, obgleich die Zeile Man ruft dich, es wird Zeit schon sehr prophetisch klingt und alleine dadurch eine atmosphärische Wirkung erzeugt. Manch einer mag hier aber auch einen Hang zur Pathetik sehen.

Wie auch immer, es folgt wieder ein Keyboard Part à la Tony Banks, mit dem das Stück dann auch ausklingt.

Mehr als 17 Minuten sind nun vorbei und es bleibt ein sehr positiver Eindruck, eine gehörige Portion an Respekt vor Dominiks großem Talent, ein absolut geiles Retro-Feeling, eine Kritik am Zusammenhang von Dominiks Lyrics mag aber auch durchaus berechtigt sein.

Natürlich dürfte es auch hier wieder einige Leute geben, die zu beanstanden haben, dass Dominiks Musik nicht Neues sei, weil sie doch lediglich alte Schemen des Progressive Rock der 1970er Jahre aufgreife. Dafür, dass diese Musik aber nichts Neues ist, ist sie meines Erachtens verdammt gut.

Auf seiner Website (www.dominik-mueller.net) hat Dominik übrigens geschrieben, dass es niemals seine Intention war, Neues, noch nie Dagewesenes herauszubringen, sondern dass er eben gerade beabsichtige, die Musik des Prog der 1970er Jahre wiederaufleben zu lassen. Retro Prog in seiner reinstem Form eben. Und ganz nach diesem Motto hat der junge Künstler sein Album auch analog und nicht - wie heutzutage eigentlich üblich - digital aufgenommen.

Wir dürfen auf jeden Fall alle sehr gespannt sein, was Dominik noch so in den nächsten Jahren herausbringen wird. Möglicherweise wird er ja eines der ganz großen Lichter am (deutschen) Prog-Himmel werden.

Für dieses tolle Werk, das vor Einfallsreichtum und Virtuosität nur so strotzt, gebe ich

8 von 10 möglichen Punkten.

Review von Niklas T.

Dienstag, 21. August 2007

Musiktipp 2









Ihr mögt klassischen Prog wie Yes, Emerson Lake & Palmer und King Crimson? Dann will ich euch mal Dominik Müller vorstellen er ist 19 Jahre alt und nimmt komplett in Eigenregie Alben auf. Das Beste daran sie sind komplett kostenlos und legal herunterladbar. Also eine empfehlung von mir hört es euch an und entscheidet selber, damit ihr jetzt nicht erstmal paar minuten verwendet müsst ein Lied runterzuladen gibt es hier eine Kostprobe von seinem Können. Wollt ihr mehr über ihn erfahren geht auf seine Webside http://www.dominik-mueller.net/willkommen.htm,
viel Spaß damit wünscht euch
Malte J.

Dominik MüllerSturmweh

Sonntag, 19. August 2007